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Nachruf Hanne Brenken (1923-2019)

 
 

Wir trauern um die Malerin Hanne Brenken, die im März 2019 gestorben ist. 1923 in Duisburg geboren, beginnt ihre künstlerische Entwicklung in Düsseldorf, während der 60er und 70er Jahre ein Kristallisationsort für die Kunst des Tachismus und Informel. Dort zeigt sie in ersten Einzel- und Gruppenausstellungen Arbeiten dieser Stilrichtung, mit einer gegenstandslosen und spontan wirkenden Bildgestaltung. 1958 nimmt Hanne Brenken als eine von wenigen Frauen an der Gründungsausstellung „Das rote Bild“ der Gruppe Zero teil.

Vom Informel wandelt sich ihr Stil in eine strenge, mit geometrischen Formen komponierte Malerei, die besonders bei gemeinsamen Ausstellungen mit K. F. Dahmen im Kunstverein München oder mit Roy Lichtenstein im „Modern Art Museum“, damals in der Stuckvilla in München beheimatet, positive Resonanz findet. Die Begegnung mit Yvonne Hagen, der Direktorin des Museums, wirkt schicksalhaft: Hanne Brenken besucht sie in den USA - und bleibt.

Hier, auf Long Island in den USA, findet Hanne Brenken zu „dem ihr unverwechselbar eigenen Stil, den Primärformen“ (Juliane Roh) mit archaisch anmutenden Pflanzen und Landschaften auf großen Formaten, die für ihre Malerei bezeichnend werden. In der länger als 50 Jahre andauernden intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit ihren inneren Bildern und realer Wahrnehmung, entsteht ein beeindruckendes Werk der Künstlerin. 2002 kehrt sie nach Deutschland zurück und lebt bis zu ihrem Tod im Chiemgau und in Südfrankreich. Die Galerie im Alten Rathaus in Prien am Chiemsee präsentiert in der Studioausstellung vom 27. bis zum 15.09.2019 eine Auswahl des beeindruckenden Oeuvres von Hanne Brenken.

   
 

Hanne Brenken, Gemälde von Ricardo Wiesenberg

Promised land I – Long Island, 1984